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IC 2118 Der Hexenkopfnebel

96 x 180 sec = 4h48min
ASI2600MC PRO mit RedCat 51/250 mm
AZ-EQ-6
ganz vorne im Hunsrück

Der Hexenkopfnebel ist ein auffälliger und relativ schwacher Reflexionsnebel im Sternbild Eridanus. Seinen Namen verdankt er seiner Ähnlichkeit mit dem Profil eines Hexenkopfes, mit einer markanten Hakennase und einem Kinn. Der Nebel wird von dem hellen Stern Rigel im nahe gelegenen Sternbild Orion beleuchtet, der sich knapp außerhalb des Bildfeldes befindet. Der Hexenkopfnebel befindet sich etwa 900 Lichtjahre von der Erde entfernt.

Er besteht hauptsächlich aus Staub und Gas und reflektiert das von Rigel ausgestrahlte Licht. Die blaue Färbung des Nebels ist charakteristisch für Reflexionsnebel, bei denen die Staubpartikel das blaue Licht effizienter streuen und reflektieren als andere Farben.

Dieses Himmelsobjekt lässt sich am besten im Infrarotbereich des Spektrums beobachten, der die staubigen Regionen durchdringen und mehr Details über den Nebel enthüllen kann. Verschiedene astronomische Durchmusterungen und Observatorien, wie z. B. das Spitzer-Weltraumteleskop, haben atemberaubende Infrarotbilder des Hexenkopfnebels geliefert, die eine andere Perspektive im Vergleich zu Beobachtungen im sichtbaren Licht bieten.

Die Molekülwolken von IC 2118 befinden sich wahrscheinlich an den äußeren Grenzen der riesigen Orion-Eridanus-Blase, einer gigantischen Oberschale aus molekularem Wasserstoff, die von den massereichen Sternen der Orion OB1-Assoziation aufgeblasen wird. Wenn sich die Supershell in das interstellare Medium ausdehnt, entstehen günstige Bedingungen für die Sternentstehung. IC 2118 befindet sich in einem solchen Gebiet. Das windgepeitschte Aussehen und die Kometenform des hellen Reflexionsnebels deuten auf eine enge Verbindung mit den massereichen, leuchtenden Sternen von Orion OB1 hin. Die Tatsache, dass die Köpfe der Kometenwolken von IC 2118 nach Nordosten in Richtung der Assoziation zeigen, ist ein starker Beleg für diese Beziehung.

Geostationäre Satelliten umkreisen die Erde in einer Höhe von etwa 35.786 Kilometern (22.236 Meilen) über dem Äquator. Diese Satelliten bewegen sich synchron mit der Erdrotation und behalten eine feste Position relativ zu einem bestimmten Punkt auf der Erdoberfläche bei. Dies bedeutet, dass geostationäre Satelliten vom Boden aus betrachtet stationär erscheinen.

Der Himmelsäquator ist die Projektion des Äquators an den Sternenhimmel und diese Linie durchquert das Bild. Wir finden dort die Geostationären Satelliten und auch viele andere Satelliten. Im sternlosen Bild sieht man die Spuren der Satelliten ganz deutlich. Außerdem sieht man hier noch einige Galaxien.

Geostationäre Satelliten werden in der Regel für die Kommunikation, die Wetterüberwachung und die Erdbeobachtung eingesetzt. Aufgrund ihrer festen Position in Bezug auf die Erdoberfläche bieten sie eine gleichmäßige Abdeckung einer bestimmten Region und sind daher ideal für Anwendungen wie Satellitenfernsehen und Wettervorhersage.

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